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Berufsschulen erhalten Geld aus vielen Quellen Darmstädter Echo 18.04.2009 Bei der Verteilung der Millionen aus Konjunkturprogrammen von Bund und Land sehen sich die Berufsschulen in Darmstadt benachteiligt. Denn auf der ersten Liste, auf der die Stadt Projekte für das Sonderprogramm des Landes angemeldet hat, stand mit der Erasmus-Kittler-Schule nur eine Berufsschule. Weitere Einrichtungen folgten zwar auf der Nachrückerliste, Doch ist unklar, ob diese zum Zug kommen werden. Personalräte und Schülervertretung haben dies kritisiert. Dabei müssten gerade die Berufsschulen „dringendst saniert" werden, schreibt der Stadtschülerrat.
Schuldezernent Dierk Molter bestätigt, dass die Projekte von Schulen auf der Nachrückerliste nur wenig Chancen haben, berücksichtigt zu werden. Ursprünglich war er davon nicht ausgegangen. Denn auf der ersten Liste waren die Maßnahmen aufgeführt, die mit den 32,2 Millionen Euro des Landes finanziert werden sollten. Dazu kalkulierte Molter noch einige Millionen vom Bund ein. Davon sollten die Vorhaben von der Nachrückerliste profitieren. Doch der Nachschlag ist viel kleiner als Molter geplant hatte. Nach dem Konjunkturprogramm des Bundes bekommt Darmstadt 35,14 Millionen Euro für Schulen. Der Grund: Das Land hat das Geld des Bundes mit den eigenen Fördermitteln verrechnet. Die Folge: Die Nachrücker können nicht in dem Umfang berücksichtigt werden wie geplant. Wie Molter am Freitag erklärte, dürfte das Berufsschulzentrum Nord dennoch profitieren. Es sei geplant, für den Brandschutz 700.000 Euro auszugeben. Der Magistrat will am Mittwoch (22.) über die zusätzlichen Projekte entscheiden. Auf der Nachrückerliste stehen für die Berufsschulen noch Sanierungen an der Peter-Behrens-Schule, der Alice-Eleonoren-Schule und dem Berufsschulzentrum Mitte. Auch wenn diese nicht zum Zuge kommen sollten, gingen die Berufsschulen bei den Konjunkturprogrammen nicht leer aus. So erhalte jede der sechs Einrichtungen zwischen 90.000 und 150.000 Euro, denn die Stadt könne zwanzig Prozent der Gesamtsumme als Pauschalbetrag für die Verbesserung des Lernumfeldes ausgeben. Darmstadts Berufsschulen erhalten zudem weitere Fördergelder. So erklärte Molter, dass ein Verbund von Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, Friedrich-List-Schule und Martin-Behaim-Schule sowie der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg an dem Modellprojekt „Virtuelles Lernen" des Landes teilnehmen. Dessen Ziel ist es nach Angaben des Kultusministeriums, „im Laufe der nächsten vier Jahre Konzepte zur effizienten Nutzung elektronischer Medien in der beruflichen Bildung zu entwickeln und zu erproben". Dabei geht es auch um Online-Lernen von zuhause aus. Zwei Millionen Euro umfasst das Projekt, das vor allem vom Land , dem Europäischen Sozialfonds und vom Europäischen Regionalfonds finanziert wird. Die Stadt muss 30.000 Euro aufbringen. Im Etat sind diese noch nicht vorgesehen. Dort ist aber die Finanzierung eines anderen Programms eingeplant. Listschule, Behrensschule, Merckschule und Kittlerschule erhalten zusammen 150.000 Euro für die Einrichtung von Kommunikations- und Informationstechnik. Der Europäische Regionalfonds bezahlt die Hälfte, die anderen 75.000 Euro die Stadt. wog/18.04.2009 |