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Bewegliche Ferientage 2011/2012

Die beweglichen Ferientage für das

2. Schulhalbjahr 2011/2012

sind der 18.05. und 08.06.2012

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 Abteilungsleiterin: StD/in Edith Collins

Berufsschule:

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Konzept der Abteilung Einzelhandel

Einleitung

Die beiden Ausbildungsberufe „Verkäufer / Verkäuferin“ bzw.
„Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel“ werden im Rahmen dieses pädagogischen
Konzeptes zusammengefasst, da es sich um zwei Ausbildungsgänge handelt, die
stark miteinander verknüpft sind bzw. inhaltlich eine hohe Übereinstimmung
aufweisen. Die Unterrichtsinhalte der beiden Ausbildungsjahre der zweijährigen
Verkäuferausbildung decken sich mit den ersten beiden Ausbildungsjahren der
dreijährigen Ausbildung zum(r)  „Kaufmann/-frau im Einzelhandel“. Den „Verkäufern“
bietet sich nach Abschluss ihrer Ausbildung die Möglichkeit durch ein drittes
Ausbildungsjahr in einer EH- Klasse den höherwertigen Abschluss zum(r)
„Kaufmann/-frau im Einzelhandel“ zu erwerben. Viele Betriebe, die „Verkäufer“
ausbilden, beobachten zunächst den Verlauf der Ausbildung und ermöglichen
anschließend ihren „guten“ Auszubildenden das Aufstocken.

Ziele des Berufsschulunterrichts

Die Friedrich-List-Schule erfüllt im Rahmen des dualen Systems den schulischen
Teil der Ausbildung bei diesen beiden Ausbildungsberufen. Grundsätzliches Ziel
ist es, die Schüler mit den erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnissen und
Kompetenzen für eine erfolgreiche berufliche Ersttätigkeit im Einzelhandel
auszustatten. Unabdingbar ist hierfür naturgemäß das Bestehen der
IHK-Abschlussprüfung. Deren Stoffkatalog wird vielerorts in der Berufsschule als
„heimlicher Lehrplan“ betrachtet. Dennoch ist die Friedrich-List-Schule auch in
ihren Teilzeitklassen dem allgemeinen Bildungsauftrag der Berufsschulen
verpflichtet und vermittelt daher nicht nur die berufliche Grund- und Fachbildung,
sondern erweitert auch die allgemeine Bildung. Ziel ist eine umfassende
Persönlichkeitsbildung der Schüler, welche sie zur verantwortungsvollen
Mitgestaltung von Arbeitswelt und Gesellschaft befähigt.

Eingangsvoraussetzungen / Klientel

Die Lerngruppen, die sich in den Verkäufer- bzw. EH- Klassen zusammenfinden,
sind i. d. R. als sehr heterogen zu charakterisieren. Für die Ausbildungsberufe
des dualen Systems gibt es - außer der Notwendigkeit einen Lehrvertrag zu
besitzen - keine formellen Eingangsbedingungen z.B. in Form eines bestimmten
Schulabschlusses. Insofern treffen die Lehrer, die in diesen Klassen unterrichten,
oftmals auf ein sehr unterschiedliches Niveau, was Vorbildung und
Lernvoraussetzungen der jeweiligen Schüler betrifft. Die unterschiedlichen
Schulabschlüsse schlagen sich auch in einer sehr gemischten Altersstruktur nieder.
Der Beruf des Verkäufers- bzw. Einzelhändlers wird außerdem in beträchtlicher
Zahl von jungen Menschen gewählt, die einen Migrationshintergrund haben und die
daher in vielen Fällen naturgemäß keine muttersprachlichen Deutschkenntnisse
aufweisen.

All diese Aspekte tragen zu der oben erwähnten Heterogenität der Lerngruppen bei.

Dauer und Abschluss der Ausbildung

Wie bei allen Berufen des Dualen Systems steht auch beim Beruf des Verkäufers bzw.
des Einzelhändlers am Ende der Ausbildung die schriftliche und mündliche Prüfung vor
der entsprechenden Kammer, i. d. F. vor der Industrie- und Handelskammer Darmstadt.
Bei den Verkäufern finden diese Prüfungen am Ende des zweiten, bei den Einzelhändlern
am Ende des dritten Ausbildungsjahres statt. Die jeweiligen Fachgebiete und
Prüfungsmodalitäten können der entsprechenden Ausbildungsordnung entnommen werden.
Konkret endet die Ausbildung mit Bestehen der letzten, d.h. der mündlichen Prüfung.

Gemäß den allgemein gültigen Bestimmungen des Dualen Systems zur Verkürzung der
Ausbildungszeit können Auszubildende, die überdurchschnittliche Leistungen in Schule
und Betrieb erzielen bzw. die eine entsprechende Vorbildung aufweisen die Dauer ihrer
Ausbildung reduzieren. Zur Anwendung kommen hier die Bestimmungen des
Berufsbildungsgesetzes.

Am Ende der Ausbildung erhalten die Schülerinnen und Schüler neben dem
Ausbildungszeugnis der IHK zusätzlich ein Zeugnis über ihre gesamte Berufsschulzeit.
Je nach schulischem „Endergebnis“ kann dies entweder ein Abschluss- oder nur ein
Abgangszeugnis sein. Zur Anwendung kommen i. d. F. die entsprechenden
Bestimmungen der „Verordnung über die Berufsschule“ zur Zeugniserstellung.

Unterrichtsinhalte

Die Unterrichtsinhalte für den Fachunterricht sind in allgemeiner Form durch den
Rahmenlehrplan des Kultusministeriums vorgegeben. Dieser umfasst zehn (Verkäufer) bzw.
14 Lernfelder (Einzelhandelskaufleute). Wie bereits erwähnt, sind die zehn Lernfelder des
Verkäuferberufes identisch mit den Lernfeldern 1-10 der Einzelhandelskaufleute.
Auf diese Weise soll ein problemloses „Aufstocken“ ermöglicht werden.

Gemäß dem Grundgedanken des Lernfeldkonzeptes hat die Abteilung Einzelhandel der
F.-List-Schule den sehr generell gehaltenen Rahmenlehrplan in ein schulinternes
Curriculum ausdifferenziert, in welchem schulinterne und regionale Besonderheiten
berücksichtigt werden. In dieser für alle Lehrer verbindlichen Arbeitsgrundlage, die im
Übrigen laufend fortgeschrieben wird, finden sich auch konkrete Projektvorschläge
sowie allgemeine organisatorische Hinweise und Tipps zu einzelnen Lernfeldern.

Außerdem wurde bei der Einführung des neuen Lehrplanes vereinbart, dass bestimme
kaufmännische Kernbereiche wie z. B. EDV/Warenwirtschaft oder Rechnungswesen
bei Bedarf aus den Lernfeldern ausgegliedert werden können, wenn durch fokussierte
Vermittlung der Unterrichtsinhalte (z. B. als zweistündiger Block in einem Schuljahr) ein
größerer Lernerfolg erzielt werden kann.
Diese Ausgliederung kann aber auch aus rein organisatorischen Gründen erfolgen, z.B.
weil nur zu einer bestimmten Phase EDV-Räume zu Verfügung stehen. Grundsätzlich
soll jedoch am Lernfeldkonzept festgehalten werden, d.h. der Unterrichtsstoff ist nicht
nach fachsystematischen Gesichtspunkten sondern nach Aufgabengebieten des später
ausgeübten Berufes gegliedert und nach Möglichkeit sollen entsprechende
Lernsituationen einen fächerübergreifenden Unterricht ermöglichen.

Für die allgemeinbildenden Fächer (Deutsch, Politik etc.) gelten ebenso die jeweiligen
Rahmenlehrpläne bzw. Bildungspläne für berufliche Schulen sowie wiederum gesondert
für die F.-List-Schule ausgearbeitete schulinterne Curricula. Sofern es der Stundenplan
erlaubt, nehmen die Einzelhändler- bzw. Verkäuferklassen an dem für die F.-List-Schule
spezifischen Konzept der „Deutsch- bzw. Politikleiste“ teil. In diesem Fall verlassen die
Schüler ihren Klassenverband und bekommen von mehreren Lehrkräften ein Angebot
verschiedener, schülernaher Unterrichtsthemen aus den jeweiligen Fächern präsentiert.
Die Schüler begeben sich für ein Schulhalbjahr in eine Gruppe mit einem Thema ihrer
Neigung bzw. ihres Anspruchsniveaus. Auf diese Weise wird ein hohes Maß an
Schülerorientierung erreicht.

Didaktische und methodische Unterrichtsvereinbarungen

Um der oben erwähnten Heterogenität der Klientel in den Verkäufer- und
Einzelhandelsklassen gerecht zu werden, muss der Unterricht so geplant und gestaltet
werden, dass er Räume bietet für ein ausreichendes Maß an Differenzierung und
Abstimmung auf die individuellen Schülervoraussetzungen. Die didaktischen Kategorien
„Projektorientierung“ und „Handlungsorientierung“ bieten im Rahmen dieser Vorgabe
hervorragende Möglichkeiten. Die Kollegen sind angehalten durch eine ausreichende
Methodenvielfalt den Schülern einen abwechslungsreichen und anspruchsvollen
Unterricht zu bieten, in dem Schlüsselqualifikationen wie „Teamfähigkeit“,
„Kommunikationsfähigkeit“ sowie „Methodenkompetenz“ eingeübt und regelmäßig
trainiert werden können. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung der
Schülerpersönlichkeit soll durch Didaktik und Methodik des Unterrichts erreicht werden,
dass die Schüler mit der nötigen Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz ausgestattet werden.
Die Abteilung Einzelhandel orientiert sich innerhalb dieses Rahmens am Konzept der
„Pädagogischen Schulentwicklung (PSE)“ nach Dr. Heinz Klippert.
An dessen Qualifizierungs- und Unterstützungsprogramm für Schulen haben zahlreiche
Lehrer, die gegenwärtig im Einzelhandel unterrichten, teilgenommen und die in seinem
Konzept enthaltenen Maßnahmen und Methoden sind hervorragend geeignet, um die
oben angesprochenen Zielsetzungen zu erreichen.

Besondere Projekte

Der Verkäuferberuf fällt unter das sog. „Strategische Ziel Nr. 4“ des Hessischen
Kultusministeriums aus dem Jahr 2005, welches – kurz gefasst – eine Verbesserung der
Prüfungsergebnisse in 14 ausgewählten Berufen des Dualen Systems bis zum
31.07.2009 vorgibt. Als Konsequenz dieser Zielsetzung wurden schul- und abteilungsintern
mehrere Diagnose- und Fördermaßnahmen entwickelt, die auf die Einzelhandelsklassen
ausgeweitet wurden, da diese ebenso davon profitieren sollen. Einige dieser Maßnahmen
und Projekte wurden im Übrigen schon seit Jahren an der FLS durchgeführt.

Zu Beginn der Ausbildung erfolgt zunächst ein allgemeiner, EDV-gestützter Einstiegstest
mit Fragen aus Deutsch, Mathematik und Wirtschaft zur Feststellung des Kenntnis- und
Entwicklungsstands der Schüler. Weiterhin sollen zukünftig auch separate Deutsch- und
Rechentests durchgeführt werden, um frühzeitig zu erkennen, welche Schüler eine
Rechtschreib-, Lese- oder Rechenschwäche aufweisen. Ziel muss es dabei sein, die Schüler
nach Abschluss der Diagnostik-Phase gezielt und individuell zu fördern, z.B. durch
geeignete Differenzierung im Unterricht, durch flankierende Maßnahmen wie
Zusatzunterricht oder ganz allgemein durch Aufstellung eines persönlichen Förderplans.

Zum Beginn der Ausbildung ist außerdem ein sog. „Sockeltraining“ nach Klippert
vorgesehen. An der FLS wird diese Konzeption „Opti-Start“ genannt. Durch einen mehrere
Tage umfassenden Workshop sollen die Schüler ihren eigenen Lerntyp und ihre
Lernvoraussetzungen erkennen und sinnvolle Lern- und Arbeitsmethoden entwickeln, die
ihnen einen optimalen Start in die Berufsausbildung und einen erfolgreichen Verlauf
selbiger ermöglichen. Weiterhin soll in dieser Einführungsphase bereits ein Grundstein
für die im Ablauf der Ausbildung anzustrebenden Zielsetzungen wie „Team- und
Kommunikationsfähigkeit“, „Methoden- und Medienkompetenz“ sowie „Selbst-, Sach- und
Sozialkompetenz“ gelegt werden.

Ferner werden im Sinne des „Strategischen Ziels Nr. 4“ in den Einzelhandels- und
Verkäuferklassen im Verlaufe der Ausbildung realistische Prüfungssimulationen als
Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung durchgeführt, um den Schülern
ein Gefühl für die Prüfungssituation und das ihnen zu Verfügung stehende Zeitbudget
zu vermitteln.

Neben diesen offiziell vorgeschriebenen Projekten bleibt es jedem Lehrer selbst
überlassen individuelle Projekte, die sich situativ aus den Lernfeldern ergeben, mit seiner
Lerngruppe durchzuführen.
Entsprechende Anregungen finden sich im schulinternen Curriculum.

Anforderung an neue Einzelhandelsberufe / Neuordnung

Neuordnung (z.B. Prüfung oder Zeugnisgestaltung) bzw. Anforderung an neue
Einzelhandelsberufe können Sie hier herunterladen.