




| GESCHICHTE UND FAKTEN |
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fremdsprachlichen Ausbildungen praxisorientiert dem Wandel der Zeit gerecht wird. Die FLS, ein Angebot für viele: ca. 2.250 Schüler, davon 450 Vollzeitschüler und 1.800 Teilzeitschüler ca. 95 Lehrkräfte sind im Schuljahr 2008/09 an der FLS beschäftigt Informationen zum Schulprofil und der pädagogischen Ausrichtung finden Sie im 1999 erstellten Schulprogramm. Mit dem hessischen Volksschulgesetz vom 25.10.1921 wurde die gesetzliche Grundlage für den jüngsten Zweig des deutschen Bildungswesens, der „Berufsschule“, geschaffen. Nach Artikel 16 des mit Wirkung vom 1. April 1922 in Kraft getretenen Volksschulgesetzes wurden Fortbildungsschulen (Berufsschulen) für männliche und weibliche Jugendliche eingerichtet, die einer erweiterten Fach- und Allgemeinbildung dienen sollen. Zunächst wurden gemischtberufliche Klassen gebildet, doch kam schon bald die Fachklasse mit dem Klassenlehrerprinzip als Organisationsgrundlage der Berufsschule zur Anwendung. Die theoretische Ergänzung der praktischen Ausbildung wurde von Handel, Industrie, Handwerk und Hauswirtschaft anerkannt. Mit Beginn des Schuljahres 1922 erfolgte in Darmstadt die schulische Umorganisation und Neuorientierung, wie sie das Gesetz vom 25.10.1921 in Artikel 16 forderte. Die Berufsschule in Darmstadt wurde in vier Berufsgruppen gegliedert und erfasste alle in einem Lehrverhältnis stehenden Jungen und Mädchen. So besuchten alle kaufmännischen Lehrlinge die kaufmännische Berufsschule alle gewerblichen Lehrlinge die gewerblichen Berufsschulen I und I I, alle hauswirtschaftlichen Lehrlinge die hauswirtschaftliche oder auch Mädchenberufsschule. Die kaufmännische Pflichtfortbildungsschule wurde zur kaufmännischen Berufsschule. Sie bildete seit 1922 eine selbstständige, einheitliche Schulorganisation mit hauptamtlich tätigem Leiter (Dipl.-Hdl. Dr. Philipp Zeiger) und hauptamtlich angestellten Lehrkräften (Diplom-Handelslehrern), die ihre Ausbildung in der kaufmännischen Praxis und an der Handelshochschule bzw. Universität erhalten hatten. Die ursprünglich auf 12 Wochenstunden festgelegte Pflichtstundenzahl musste 1925 in Anbetracht der Finanznot der Stadt auf 10 Stunden reduziert werden, zeitweise auch auf 8 Wochenstunden. In die gleiche Zeitepoche fielen die Einrichtung und der Ausbau der Handelsschulen, die als Vollzeiteinrichtungen ohne Bindung an Lehr- bzw. Ausbildverhältnisse in drei Formen gegliedert wurden: - einjährige Handelsschule - die zweijährige Handelsschule - die Höhere Handelsschule 1939 wurde der damaligen städtischen Handelsschule der Name „Friedrich-List-Schule“ zuerkannt, den sie bis zum Kriegsende 1945 behielt. Mit dem Neubeginn und dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten sowohl strukturelle wie auch personelle Veränderungen im Bereich der kaufmännischen beruflichen Schule. Es kam zur Gründung einer kaufmännischen Vollzeitschule (Heinrich-Emanuel-Merck-Schule) unter Leitung von Direktor Lang und einer kaufmännischen Teilzeitberufsschule unter Direktor Dr. Zeiger. Nach dieser im Jahre 1948 vorgenommenen organisatorischen Trennung wurde sie auch räumlich vollzogen. Die Heinrich-Emanuel-Merck-Schule bezog ein Schulgebäude in der Martin-Buber-Straße, während die Berufsschule in der Mornewegschule, der Diesterwegschule sowie in diversen Räumen in Gastwirtschaften in Eberstadt und Arheilgen untergebracht war. Erst im Jahr 1952 konnte die kaufmännische Berufsschule in das wiederaufgebaute Gebäude in der Hermannstraße einziehen. Ständig steigende Schülerzahlen – es waren 1958 schon mehr als 3.000 Schülerinnen und Schüler – machten eine Teilung erforderlich. Sie erfolgte 1959/60 durch Abgrenzung in „dienstleistungsbetonte“ und „umsatzbetonte“ Ausbildungsberufe. Beide Schulen standen bis 1964 unter einer Leitung. Mit der Besetzung einer neugeschaffenen Schulleiterstelle an der Martin-Behaim-Schule (KB I) erfolgte die endgültige räumliche und organisatorische Trennung. Am 15. Mai 1962 wurde der kaufmännischen Berufsschule II anlässlich des Einzuges in das renovierte Schulgebäude in der Julius-Reiber-Straße der Name „Friedrich-List-Schule“ verliehen. Damit wurde der Name, der 1939 zuerst der städtischen Handelsschule übertragen worden war, erneut und endgültig einer kaufmännischen Berufsschule zuerkannt. Nach Fertigstellung des zweiten Riegels im Berufsschulzentrum Nord erhielt die Friedrich-List-Schule zusammen mit der Heinrich-Emanuel-Merck- Schule ab August 1979 ihren neuen Standort in der Alsfelder Straße. Mit dem Einzug in das neue Gebäude eröffneten sich für die Friedrich-List- Schule weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Sowohl das Raumangebot als auch die Ausstattung mit modernen Unterrichtsmitteln ermöglichten die Erweiterung des Bildungsangebotes sowohl im Teilzeit- als auch im Vollzeitbereich. Im Vollzeitbereich konnten mit dem Berufsgrundbildungsjahr (BGJ, 1975), der Berufsfachschule für Fremdsprachensekretariat (1984) und dem Berufsvorbereitungsjahr (BVJ, 1994) zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen werden. Ferner beteiligt sich die FLS seit 1975 aktiv an der Ausbildung von behinderten Jugendlichen und bietet in Zusammenarbeit mit dem Kulturbund des DGB und der F & U (Fortbildung und Umschulung) berufsvorbereitende Lehrgänge und die Ausbildungsberufe Büropraktiker, Bürokraft und Bürokaufmann/frau an. Im Teilzeitbereich erfolgte eine schrittweise Ausweitung des Ausbildungsanbotes um die Berufe „Justizfachangestellte“ (1976), „Postjungbote“ (1981; seit 1995 „Fachkraft für Brief- und Frachtverkehr“), Verlagskaufleute (1985), Sozialversicherungsfachangstellte (1992) und schließlich um die neugeschaffenen IT-Berufe, die die FLS seit 1997 in Kooperation mit der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule anbietet. |